16 | 02 | 2019
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JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DER FEUERWEHR MICHELSTADT
Wehrführer Thomas Reubold berichtet von einem Rekordjahr

1.Vorsitzender Stefan Uhrig eröffnet am vergangenen Freitag die alljährliche Jahreshauptversammlung der Michelstädter Feuerwehr. Begrüßen durfte er den Bürgermeister Stephan Kelbert, Stadtverordnetenvorsteher Andreas Klar sowie Stadtbrandinspektor Jürgen Obier.

Nach dem Übergang in die Hände der neu gewählten Verantwortlichen im vergangenen Jahr strukturierte sich der Vorstand sowie der Wehrausschuss neu.
Traditionell wurde auch im Jahr 2018 das Maifest am Feuerwehrstützpunkt Michelstadt durchgeführt, welches mit dem Kooperationspartner Mc Donald´s ein toller Erfolg wurde. Ein besonderes Anliegen während des Festes war die Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Hier waren über 100 Menschen bereit gemeinsam mit der Feuerwehr Michelstadt den Kampf gegen Blutkrebs anzugehen.

Die Freundschaft mit der Feuerwehr in der Partnerstadt Rumilly wurde fortgeführt. So besuchte man sich gegenseitig und baute die Kameradschaft weiter aus.
Anlässlich des Besuches der Michelstädter in Frankreich konnte eine kleine Zuwendung für das Patenkind Leo übergeben werden. Leo leidet an einer schweren Erkrankung und wird während seiner Behandlung durch die Feuerwehr Rumilly unterstützt.

Über 40 aktive Mitglieder der Einsatzabteilung konnten im April, als Wertschätzung für die geleistete Arbeit, während einer kleinen Feierstunde in Höchst die Ehrenamtscard des Landes Hessen entgegennehmen.

Des Weiteren wurde durch den Feuerwehrverein die Fahrzeugausstellung auf dem Michelstädter Marktplatz, eine Feuerlöscherprüfung für die Michelstädter Bevölkerung sowie eine Flashback Party mit Hits aus den 80ern und 90ern organisiert und durchgeführt.

Uhrig beendete seinen Bericht mit einem kleinen Ausblick auf das Jahr 2019. Die Michelstädter Brandschützer richten hier anlässlich ihres 150 jährigen Bestehen den Kreisfeuerwehrtag auf dem Bienenmarktgelände aus. Hierzu wurden bereits einige Arbeitsgruppen gebildet und mit Hochdruck mit den Vorbereitungen begonnen.

Wehrführer Thomas Reubold berichtet über die Aus- und Weiterbildung sowie den Einsatzdienst der Feuerwehr Michelstadt.
Die Feuerwehr Michelstadt ist die älteste und größte Feuerwehr im Odenwaldkreis. Neben den Kernaufgaben Brandschutz und Technische Hilfeleistung im Michelstädter Stadtgebiet ist sie auch eine wichtige Stütze als Bestandteil des GABC Zuges des Odenwaldkreises und unterstützt mit seinem Personal und Material des öfteren überörtlich. Besonders erwähnen wolle man die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Brombachtal. Hier sind die Michelstädter ein fester Bestandteil des Alarmplanes und im allgemeinen pflege man hier ein besonders kameradschaftliches Verhältnis.
Über dieses hinaus beteiligen sich noch Mitglieder der Michelstädter Wehr in der Technischen Einsatzleitung sowie in der IuK Gruppe des Landkreises.

Mit 68 aktiven Mitgliedern, welche an insgesamt 92 Lehrgangsbesuchen sich aus- und weiter bildeten, ist die Feuerwehr Michelstadt auch für kommende Aufgaben gut gerüstet. Reubold dankte allen Aktiven der Wehr und zeigte sich besonders beeindruckt über die hohe Übungsbeteiligung am Stützpunkt.
Neben den allgemeinen Ausbildungen der Feuerwehr müssen sich auch Sonderausbildungen wie Maschinist für Löschfahrzeuge, Feuerwehrsanitäter oder Atemschutzgeräteträger stets auf dem aktuellen Stand halten.

Die verschiedensten Beförderungen und Ehrungen wurden während eines Anerkennungsabend, dem Feuerwehrball für die Michelstädter Feuerwehr, im vergangenen Jahr erstmals im Schenkenkeller durchgeführt.

Mit 244 Einsätzen war die Michelstädter Wehr im vergangen Jahr gefordert wie selten zuvor. Die Einsätze gliedern sich in 57 Brandeinsätze, 165 Technische Hilfeleistungen sowie 22 Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen oder böswilligen Alarm.
Berechnet man hier alle geleisteten Arbeitsstunden, so kann mit Stolz auf 3767 geleistete Stunden geblickt werden.
Besonders wurden die Michelstädter durch die anhaltende Trockenheit im Sommer und die hiermit verbundenen Waldbrände im gesamten Kreisgebiet sowie im benachbarten Bayern gefordert, so Reubold.
Die herausragendsten Einsätze im vergangenen Jahr waren sicherlich der Brand in einer Altenwohnanlage, der Brand am Eulbacher Jagdschloss sowie in der Michelstädter Waldstraße. Hier konnte leider, trotz Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel, die Bewohnerin nicht gerettet werden.

Überörtlich erwähnte Reubold den Brand eines Sägewerkes in Grasellenbach, den Brand der Schule am Treppenweg in Erbach, einen Scheunenbrand in Brombachtal sowie den großen Waldbrand im benachbarten Boxbrunn.
Die Michelstädter Brandschützer unterstützten wo sie nur konnten.

Hinzu kommen weitere 30 Brandsicherheitsdienste und diverse Brandschutzerziehungen sowie Unterweisungen für Brandschutzhelfer.

Jugendfeuerwehrwart Stefan Beller berichtet über 17 aktive Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Das große Ziel der Kinder sei der Übertritt in die Einsatzabteilung, so absolvierten fünf Jugendliche die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr mit Erfolg, und können nun bereits vorzeitig an den Ausbildungs- und Übungsdiensten der aktiven Wehr teilnehmen. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung kamen auch Ausflüge und Zeltlager nicht zu kurz. Kinder die schon im jungen Alter bereit sind zu lernen um für andere da zu sein sind etwas ganz besonderes, so Beller. Er hofft im kommenden Jahr weiteren Zuwachs zu seiner Gruppe verbuchen zu können.

In Vertretung für die Leiterin der Minifeuerwehr, Ann- Kathrin Frank, berichtete Nathalie Brunner. Nachdem drei Kinder das 10. Lebensjahr erreicht hatten, konnten diese erfolgreich an die Jugendfeuerwehr übergeben werden. Nach weiteren Zugängen im vergangenen Jahr besteht die Minifeuerwehr Michelstadt aus nun 20 Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 10 Jahren. Brandschutzerziehung und Basteln, Spielenachmittage und Übungen mit dem Element Wasser- bei der Michelstädter Minifeuerwehr ist immer was geboten.

Für das Spielleuteorchester verlas Stefanie Schwöbel den Bericht. Seit vielen Jahren kooperiert der Michelstädter Spielmannszug mit den Kameraden aus Erbach. Gemeinsam als Spielleuteorchester Erbach- Michelstadt stehen 26 begeisterte Feuerwehrmusiker bereit.
Hiervon werden 13 Mitglieder im Michelstädter Spielleuteorchester geführt.
Ein besonderer Dank gilt den Kameraden der Musikgruppen der Feuerwehren Breuberg/Sandbach sowie Höchst/ Mümling- Grumbach. Denn ohne die Unterstützung anderer Feuerwehren wäre das Spielleuteorchester nicht immer spielfähig.
Zu den Aktivitäten im vergangenen Jahr zählte Schwöbel die Beteiligung am Michelstädter Blumenkorso sowie am Erbacher Wiesenmarkt, das Abschiedskonzert des ehemaligen Wehrführer und Stadtbrandinspektor Gerd Beller sowie weitere Auftritte und Ausflüge.
Das Herbstkonzert in der katholischen Kirche Michelstadt sowie ein Konzert in Breuberg/Sandbach gehören zu den besonderen Ereignissen des vergangenen Jahres.
Besonders glücklich zeigte sich Schwöbel über die Bereitstellung eines eigenen Probe- und Übungsraum im Michelstädter Gerätehaus.

Rechnerin Jennifer Brunner konnte im Jahresbericht des Michelstädter Feuerwehrvereins eine annähernd ausgeglichene Bilanz vorweisen. Im kommenden Jahr möchte der Feuerwehrverein durch Anschaffungen intensiver den Brandschutz fördern.

Bürgermeister Stephan Kelbert und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Klar dankten in ihren Grußworten für die geleistete Arbeit. Kelbert machte sich während des Brandes in der Waldstraße selbst einige Stunden ein Bild über die Arbeit und sagte deutlich, dass er stolz auf seine Feuerwehr sei.
Stadtbrandinspektor Jürgen Obier sieht die Michelstädter Wehr durch den guten Personalstand für die nächsten Jahre gerüstet. Durch die nun laufende Ausschreibung der neuen Drehleiter wird die technische Ausstattung deutlich verbessert, so Obier.

Als Besonderheit des Abends konnten 1. Vorsitzender Uhrig und 2. Vorsitzender Andreas Brunner ein verdientes Mitglied und wichtigen Bestandteil der Michelstädter Wehr zum Ehrenmitglied ernennen.
Georg- Adam Walter, welcher über 20 Jahre als Beisitzer in Vorstand sowie später als Beisitzer der Alters- und Ehrenabteilung fungierte, durfte diese herausragende Aufmerksamkeit entgegennehmen. Er ist ein toller Kamerad, welcher immer zur Seite steht. Selbst beim Bau der neuen Fahrzeughalle in den zurückliegenden Jahren habe er viel Zeit
der Eigenleistung mit begleitet.

Das Bild Zeit von links: 1. Vorsitzender Stefan Uhrig, Georg-Adam Walter sowie 2. Vorsitzender Andreas Brunner.