DLA(K) 23/12

Bei unserer Drehleiter, die im September 2019 für die 28 Jahre Vorgängerleiter ersatzbeschafft werden konnte, handelt es sich um ein Mercedes Atego 1630 F Fahrgestell (Baujahr 2019) mit einer Leistung von 220 kW. Aufgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Rosenbauer. Es verfügt über einen Stromerzeuger, einen Überdrucklüfter, eine Kettensäge inklusive Schnittschutzjacke und -hose und über diverse Anbauvorrichtungen, sodass Gerätschaften am Korb montiert werden können. Das Fahrzeug verfügt über einen großen Korb mit 500 kg maximaler Zuladung, sowie über ein abknickbares oberes Leiterteil. Der Name bedeutet automatische Drehleiter mit Korb, kurz DLA(K).

Die Drehleiter ist das am meisten verbreitete Hubrettungsfahrzeug bei der Feuerwehr. Die wohl wichtigste Aufgabe der Drehleiter ist die Menschenrettung aus besonderen Höhen. Durch den Leiterpark mit einer Länge von etwa 30 Metern lassen sich Maßnahmen bis zum zehnten Stockwerk durchführen. Die Zahlen 23 und 12 beschreiben die Nennrettungshöhe und Nennausladung, oder mit anderen Worten welche Höhe die Leiter mit einem gewissen Abstand zu einem Objekt erreichen kann. Demnach hat die Leiter eine Nennrettungshöhe von 23 Metern bei 12 Metern Nennausladung, was in etwa dem achten Stockwerk entspricht.

Eine Drehleiter ist allerdings nicht nur zur Rettung von Menschen einsetzbar, sondern überall da wo Höhen oder Tiefen überwunden werden müssen. So kann die Drehleiter zum Beispiel auch mit einem im Korb montierten Wenderohr zur Brandbekämpfung oder mit einem am Korb montierten Überdrucklüfter zur Belüftung eines Objektes eingesetzt werden. Außerdem kann der Korb als Ankerpunkt für die Absturzsicherung oder zum Anhängen von Lasten beziehungsweise Beleuchtungsgerät genutzt werden um so eine Einsatzstelle von oben auszuleuchten. Des weiteren besteht die Möglichkeit durch Anbringen einer Tragehalterung Personen, die nicht alleine laufen können, über die Drehleiter zu retten. Hiefür kann auf die Tragehalterung neben einer normalen Krankentrage der Feuerwehr auch eine Krankentrage des Rettungsdienstes montiert werden, was den Transport für den Patienten schonender macht, da dieser nicht umgelagert werden muss. Mit der neuen Drehleitertechnologie, bei der das oberste Leiterteil abgeknickt werden kann, können auch bis zu 6 Meter unterhalb des Fahrzeugs Rettungsmaßnahmen durchgeführt werden.

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